Donnerstag, 20. Februar 2020

Hallo Freunde!



Willkommen zu meinem neuen Food- und Koch Blog- da dies mein erster blogging Versuch ist bitte ich Euch mir sicherlich massenweise unterlaufende Anfängerfehler zu verzeihen :-)

Ich bin Sonja. Zu meiner Familie gehören außerdem noch mein Mann,  und natürlich meine Eltern und Schwieger Eltern sowie unsere 2 Hunde Lucy und Jackie. Wir kochen gerne und mit viel Leidenschaft, manchmal chaotisch aber immer recht erfolgreich. Kochen ist nicht nur unser Hobby bei dem wir uns entspannen und Ablenkung vom stressigen Arbeitsalltag finden, sondern auch eine Inspiration ständig Neues zu entdecken und auszuprobieren. Ich möchte Euch hier gerne an unseren kulinarischen Erfahrungen, Experimenten und Reisen teilhaben lassen, zur Unterhaltung und vielleicht auch zum Erfahrungsaustausch.

Viel Spaß auf meiner Seite!



Mittwoch, 19. Februar 2020

Woher der Name?

Der Name ist unsere Philosophie-
Wir legen nicht nur ab und zu, im Urlaub oder zu Festlichkeiten
Wert auf unsere Ernährung sondern haben auch trotz unseres arbeitsreichen
und oft hektischen Alltages den Anspruch gut zu kochen und zu essen ,
Freude an qualitativ hochwertigen Produkten und deren Zubereitung.
So ist ein gutes Mahl jeden Tag ein kleines Highlight.
Außerdem ist unsere Meinung: Das Leben ist viel zu kurz um sich aus Geiz, Zeitmangel oder Faulheit mit schlechtem und ungesunden Essen zufrieden zu geben.Wir essen nichts das uns nicht schmeckt, egal wie teuer, billig, exclusiv oder angesagt es ist.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Thai - Glasnudelsalat Yum Wun Sen Plah

Sonntag Abends nach der Sauna möchten wir nicht mehr so schwer essen und haben eher Appetit auf leichte asiatische Küche, meist mit Fisch.
Ein Evergreen hierbei ist der Thailändische Yum Wun Sen, ein Salat mit Glasnudeln , Garnelen und Hackfleisch- diesmal allerdings in Abwandlung mit kurz gebratenem Tintenfisch. (Plah)


Ich verwende für diesen Salat alles Gemüse das eben so im Haus ist und folge keinem genauen Rezept. Hier die Kreation des letzten Sonntags:

Zutaten für 4 Personen:
1 kleine Packung getrocknete Glasnudeln
100g Sojasprossen 
1 Rote Zwiebel in dünnen Scheiben
1 Möhre in dünnen Stiften
2 Tomaten in Stücken
3 Frühlingszwiebeln in feinen Ringen
2 Stengel Staudensellerie in dünnen Scheiben
1/4 Chinakohl in feinen Streifen
1/2 Gurke in Stiften, Würfeln oder dünnen Scheiben
1 Paprika in dünnen Streifen
Nach Wunsch, eine Orange in Würfel oder Filets geschnitten
1 Bund Koriander grob gehackt
Geröstete Erdnüsse

Für das Topping:
150g rohe Hummerkrabben (Thai: Gung)
200 Gramm Tintenfisch oder 200g Schweinehackfleisch und etwas 5-Gewürz- Pulver
1 EL Sojasauce oder Teriyaki Sauce
Pflanzenöl ( Soja oder Sonnenblumenöl )
zum aromatisieren etwas Sesamöl

Dressing:
 1 EL Zucker
 1/2 Tasse Sherry
Saft einer halben Zitrone oder Limette
4 EL heller Essig
1 EL Sojasauce
4 EL Fischsauce
1 EL Sesamöl
6 EL Pflanzenöl ( Soja- Sonnenblumen- oder Erdnussöl )
1 EL gehackter oder gepresster frischen Knoblauch
1 EL gehackter Ingwer
Frische Chili nach Geschmack
Frischer gehackter Koriander

  
Zubereitung:
Die Gemüse schneiden,
Die Glasnudeln in einer Schüssel mit kochendem Wasser übergießen und etwa. 2 Minuten ziehen lassen. Dann in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abschrecken.
Gemüse mit den Glasnudeln mischen.

Für das Dressing Sherry, Zucker, Soja- und Fischsauce, Essig und Zitronensaft oder Limettensaft mit den Ölen in einem Gefäß gut vermischen,
frischen Koriander, Chilli und Ingwer  hineingeben.



Den Salat mit dem Dressing übergießen und ziehen lassen,
währenddessen das Topping zubereiten:
Tintenfisch mit einem scharfen Messer auf der Außenseite diagonal einritzen damit er die typische „ Stachelform“ bekommt und mit den Garnelen zusammen kurz in Sesamöl und etwas Pflanzenöl anbraten. Mit Soja- oder Teriyaki Sauce abschmecken, mit ein wenig Sherry ablöschen.


Wenn man Schweinehackfleisch verwendet  das Fleisch ebenso anbraten und mit dem 5 Gewürz Pulver sowie etwas Sojasauce würzen , die Garnelen separat zubereiten da sie eine kürzere Garzeit haben.

  
Den Fisch mit Bratenfond auf dem Salat platzieren,  ( Fleisch wird unter den Salat gemischt )
und mit Koriander und gerösteten Erdnüsse garnieren.

Guten Appetit, und das ohne Reue! 
Ich könnte das jeden Tag essen...





Montag, 13. Februar 2017

Römisches Kochen: Porcellum Laseratum nach Apicius

Endlich mal wieder ein Römisches Gericht!


Diesmal sogar anlässlich eines Kochwettbewerbs über Antike Römische Kochkunst in dem Forum dessen Mitglied ich bereits seit einiger Zeit bin.
Natürlich , da ich so etwas ja bereits einige Male ausprobiert hatte, griff ich sofort wieder zum guten alten Apicius , ein wirklicher Meister der kulinarischen Genüsse und im alten Rom schon eine Art Prominenter. Ich bewundere Ihn und seine Kochkunst mittlerweile sehr denn alles das ich nach seinen Rezepten zubereitet habe schmeckte außergewöhnlich lecker.
Also auch: Zum einen Außergewöhnlich, zum Anderen mega lecker. Denn die altrömische Küche unterscheidet sich schon ein wenig von dem was wir heute so essen.

Das Rezept meiner Wahl ist diesmal: Porcellum Laseratum,
ein mit Laser gewürztes Spanferkel.
Laser gibt es leider nicht mehr, die Pflanze aus deren Wurzel das Gewürz gewonnen wurde ist sehr wahrscheinlich ausgestorben.
Siehe Wikipedia . Man empfiehlt stattdesses Asafoedita zu verwenden, da es einen sehr ähnlichen Geschmack haben soll.

Dazu gibt es Carotae frictae oregano ( Karotten mit Oregano ) und
Intube et melle et aceto acri ( Endiviensalat mit Honig)

Die Originarezepte lauten:

Porcellum lasaratum
Spanferkel mit Lasersauce
(Bearbeiteter) Originaltext
Teres in mortario piper, ligusticum, careum, misces cuminum paululum, lasar vivum, lasaris radicem, suffundis acetum, addis nucleos pineos, caryotam, mel, acetum, liquamen, sinape factum. Oleo omnia temperas et perfundis.
Übersetzung
Stosse im Mörser Pfeffer, Liebstöckel, Wiesenkümmel, mische ein wenig Kümmel, ganz frisches Laser und Laserwurzel, dazu giesse Essig und gib Pinienkerne, Datteln, Honig, Essig, Liquamen und fertigen Senf dazu. Stimme alles mit Öl ab und giesse es darüber.

Caroetae
Karotten
(Bearbeiteter) Originaltext
I. Caroetae frictae oenogaro inferuntur.
Übersetzung
1. Gebratene Karotten werden mit Oenogarum serviert.

Intuba et lactucae
Endivien und Lattich
(Bearbeiteter) Originaltext
I. Intuba ex liquamine, oleo modico mero, cepa concisa. Pro lactucis vere hieme intubae ex embammate vel melle et aceto acri.
 Zutaten: 4 St. Chicorée (oder Endivien), 1 Jungzwiebel, 1 Esslöffel Liquamen, je 2 Esslöffel Distelöl & Weinessig, 1 Teelöffel Honig
Zubereitung: Chicorée in Ringe schneiden & zur Entbitterung kurz in lauwarmem Wasser schwimmen lassen. Danach abtropfen lassen. Die Jungzwiebel klein hacken und mit den anderen Zutaten zu einer Sauce vermischen und über den Salat giessen.


Und so habe ich es dann gemacht:

Zutaten:
1 Spanferkelrollbraten von etwa 1,3 kilo
Etwa 5 bis 6 EL Thailändische Fischsauce, Kümmel, Liebstöckel, Pfeffer, Asafoedita,
etwa 10 Datteln , 1 Hand voll Pinienkerne, 2 zehen Knoblauch in Scheiben ,
1/4 Liter lieblicher Rotwein,  4 EL Aceto Balsamico, 4 EL Honig,
2 EL Senf, etwa 1 LiterWasser ( beides etwas vermixen um den Senf zu lösen )
ein großer Schuss Olivenöl


Alles zusammen in einen Bräter ( geschlossener Deckel )
geben und bei 160 Grad etwa 3 Stunden langsam garen.
So wird das Spanferken wunderbar saftig und zart.
Ich hasse trockenes Schweinefleisch und besonders Spanferkel neigt zum trocken werden bei zu hoher Temperatur. Also habe ich es nicht gerade Niedrigtemperatur, aber doch eher sanft zubereitet.
Nach dieser Zeit sollte das Fleisch auf jeden Fall butterweich sein und kann noch ganz kurz zum Bräunen unter den Grill. Je nach Intensität vielleicht 5 bis 8 Minuten lang.
Durch den Honig wird die Haut aber nicht knusprig. Honig macht das Fleisch zart, aber eine Knusperkruste ist damit, zumindest nach meiner Erfahrung  ausgeschlossen. Das muss man wohl eben akzeptieren wenn man mit Honig kocht.
Sollte jemand dahingehend andere Erfahrungen gemacht haben bin ich für Tipps dankbar!

Während das Fleisch im Ofen bereite ich die Beilagen zu:


Für die Carotae einfach etwa 500g in Scheiben geschnittene Karotten in Olivenöl anbraten,
mit Thai Fischsauce und Pfeffer , sowie recht viel Oregano würzen , 1 Glas Wasser und einen Schuss Weißwein zugeben und simmern lassen bis sie bissfest sind. Mit etwa 2 EL Honig verfeinern und
nochmals die Sauce einreduzieren.

Den Endiviensalat schneide ich in Streifen, wasche ihn gründlich,
dann vermenge ich ihn mit einem Dressing aus:
1 Zwiebel, und 1 Zehe Knoblauch, beides fein gehackt, Fischsauce und Essig Essenz,
Ausreichend Sonnenblumen- oder Distelöl und Olivenöl ( gemischt )
zum Abschmecken Honig.


Sobald das Fleisch gar ist kann ich den Deckel vom Bräter nehmen und es kurz übergrillen. Die Sauce hat mittlerweile eine optimale Konsistenz, sie ist etwas einreduziert, aber nicht zu dickflüssig und unheimlich aromatisch. Viel weniger exotisch als ich erwartet hätte, sondern einfach nur
wahnsinnig lecker. Den Geschmack kann man wenn man die altrömische Küche noch nie ausprobiert hat schwer beschreiben. Das Fleisch schmeckt durch die Fischsauce keinesfalls nach Fisch wie man meinen könnte, eher sehr aromatisch, durch die Datteln und den Honig etwas süß, durch den Wein und Essig etwas pikant, und die vielen Gewürze geben die letzte Nuance für das geniale Aroma.
Gerade das Asafoedita ist ein absolut irres Ding, das ich nie mehr in meiner Küche missen möchte.
In Indien ist es ja als " Liebestöter " bekannt weil es so stark nach Zwiebeln und Knoblauch riecht...



Zum Anrichten habe ich ein möglichst authentisches Tongeschirr besorgt
( ein Ebay- Schnäppchen, aber nett anzusehen )


Das Römerkochen war wieder einmal ein super tolles Erlebnis,
kulinarisch ebenso genial  wie auch inspirativ zu neuen Experimenten in dieser Richtung.


Sonntag, 12. Februar 2017

Chicoree- Schinken Röllchen, Überbacken

Das hier ist echte Hausmannskost, ein Familienrezept und All- Time Favourite bei uns seit ich denken kann. Heute hatten wir das endlich einmal wieder .
Der überbackene Chicoree ist ein sehr gut verträgliches, gesundes und auch leicht zu bewerkstelligendes Ofengericht.
Ideal auch als Abendessen, weil es durch das sehr kalorienarme Gemüse nicht schwer im Magen liegt.




Wir brauchen dafür:
Etwa 7 bis 8 Chicoreestauden, 1 TL Apfelessig, 1 TL Zucker
600g guten gekochten Schinken mit einem ordentlichen Fettrand
1 Becher Sauerrahm, Creme Fraiche oder Schmand
( je nachdem wie leicht oder gehaltvoll/cremig man es haben möchte )
2 Becher Sahne, 3 Eier, 1 EL Semmelbrösel,
1 Zwiebel, 2 Zehen Knoblauch ( beides sehr fein gehackt )
200g geriebener würziger Käse wie Appenzeller oder Gruyere, je nach Vorliebe
3 EL weiche Butter, Salz, Pfeffer, Muskat, Kümmel ( gemahlen ), Paprika, 1 TL Senf
Frische Kräuter nach Wunsch,
Zur Beilage Salzkartoffeln 


Der Chicoree wird in etwas Salzwasser mit 1 TL Apfelessig und 1 TL Zucker blanchiert
( etwa 5 Minuten lang ),



 und dann im Schinken eingewickelt . Die Menge dieses Rezeptes sollte genau auf ein
( tiefes ! ) Backblech passen.


Die restlichen Zutaten werden zu einer Sauce gemixt und mit den angegebenen Gewürzen pikant abgeschmeckt.
Nach Wunsch kann man auch noch Kräuter wie Petersilie, Bärlauch, Dill oder Schnittlauch zugeben.


Die Sauce verteilen wir über den Chicoree- Schinkenrollen, ein paar Butterflöckchen darauf und dann ab in den Ofen, bei 200 Grad etwa 20 Minuten.
Es ist fertig wenn es gut aussieht.


Mit den Kartoffeln servieren und heiß genießen!

Das Rezept funktioniert übrigens auch wundervoll mit Blumenkohl, Lauchstangen, Pak Choi, Chinakohl oder Mangold!! Oder natürlich in der Spargelzeit, mit Spargel.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

Donnerstag, 9. Februar 2017

Geflügelleber, Champignons , Sherry Sauce

Ein sehr schnelles und außerdem günstiges Gericht habe ich heute für Euch:
Putenleber in Champignon- Sherrysauce.
Die Sauce ist wundervoll aromatisch und Geflügelleber hat einen nur sehr dezenten
Leber- Geschmack, nicht so extrem wie Rinder- oder Schweineleber.


Geflügelleber, egal ob Hähnchen oder Pute ist sehr preisgünstig,
und die Zubereitung auch äußerst unkompliziert.
Ein Ideales Dinner für den Fall wenn man Abends mal ganz spät nach Hause kommt und etwas herzhaftes möchte. Am Heimweg schnell im Supermarkt vorbeischauen , die tiefgekühlte ( oder mit Glück sogar frische ) Leber und ein paar Champignons eintüten, und ab in die Küche.

Zutaten:

500 Gramm Geflügel Leber ( Pute oder Hähnchen ) , 200 g Champignons
1 Zwiebel, 2 Zehen Knoblauch, 2 EL Butter, ein EL Olivenöl
1 Schuss Sherry, 1 Glas Weißwein, 1 Glas Wasser
Salz,  frisch gemahlener Pfeffer, 1 TL Zucker oder Honig, Paprika oder Chayenne Pfeffer, Muskat, Kümmel, Oregano, Thymian
1 TL Speisestärke, in etwas Wasser angerührt
Etwas Sahne nach Geschmack
Petersilie, gehackt
1 Apfel, gewürfelt, nochmals ein TL Butter

Zur Beilage nach Wunsch Kartoffeln, Reis, Brot, Spätzle, Püree…
Was man eben mag.
Ein grüner Salat passt auch gut dazu.

Und so geht es:
Zwiebel und Knoblauch in Butter und Olivenöl anschwitzen,


Leber und Champignons dazugeben, unter Rühren braten.


Mit Sherry ,Wasser und Wein aufgießen und mit Salz,  frisch gemahlenem Pfeffer, 1 TL Zucker oder Honig, Paprika oder Chayenne Pfeffer, Muskat, Kümmel, Oregano, Thymian würzen.


Etwa 5 Minuten sanft garen, die Sauce mit Speisestärke binden und nach Geschmack mit Sahne verfeinern.



Den Apfel würfeln und mit Butter ganz kurz in einer kleinen Pfanne anschwenken ,
Die Leber an den gewünschten Beilagen servieren…Petersilie oben drauf, und genießen.


Leber ist ja nicht jedermanns Geschmack, ich mochte sie anfangs auch nicht.
Aber auf diese Weise zubereitet ist sie wirklich delikat, der Versuch lohnt sich!