Mittwoch, 25. Juni 2014

Dim Sum und Miso Suppe

Da ich derzeit geschäftlich wieder einmal viel zu tun habe fällt unsere Mittagspause derzeit etwas kürzer aus und lässt wenig Möglichkeiten für kreative Kocherlebnisse.
Glücklicherweise habe ich einen reichen Fundus an schnell zubereiteten Standardgerichten wie beispielsweise diese Dim Sum ( kleine gedämpfte Teigtäschchen , tiefgekühlt in vielen Asia Shops erhältlich ) die ich gern mit einer Miso Suppe serviere. 



Es gibt sehr viele unterschiedliche Dim Sum, unsere Favoriten sind allerdings die mit Garnelen gefüllten "Har Gau" aus Reisteig und" Shaomai"  mit Hackfleisch.Ich bereite sie im Bambusdämpfer zu, über der Brühe in der bereits Zutaten für die Miso Suppe garen- sozusagen eine kochtechnische Symbiose zweier Gerichte die sich wunderbar ergänzen. 


Diesmal waren es getrocknete Mu Err Pilze die unter dem Bambusdämpfer simmerten. Die Kochbrühe der Pilze gieße ich weg nachdem die Pilze selbst in der Suppe gelandet sind, denn sie schmeckt sehr erdig und leicht nach 
?...Moder ?


Für meine Miso Suppe dünste ich etwas Gemüse in wenig Butter an 
und gieße bald mit Dashi Brühe( Japanische Brühe aus Kombu- Riementang 
und Bonito Thunfisch Flocken ) auf um keine zu intensiven Röstaromen zu erzeugen.
Die Miso Suppe sollte sehr mild schmecken.


Zum Gemüse gesellen  sich  meist noch diverse andere Einlagen
aus meinen Vorräten, wie hier einige Wan Tan,
Eine Art Fischkuchen deren Namen ich nicht mehr weiß
und selbst gemachte Fleischbällchen.


Nun, während die Suppe köchelt habe ich kurz Zeit einen kleinen Dip für die Dim Sum zu machen-
Er besteht aus Sojasauce, Zucker, Sherry, etwas Reisessig, 
Frühlingszwiebeln, Ingwer und frischem Koriander.


Wenn die Einlagen in der Brühe den gewünschten Garungsgrad erreicht haben löse ich die benötigte Menge Misopaste in einem Schuss Sherry oder Mirin und gebe sie in die Suppe die danach nicht mehr aufkochen sollte. 


 

Zum Schluss landen die Mu Err und Glasnudeln im Topf, die Garnierung bilden Nori Blätter und Frühlingslauch.


Beide Gerichte werden gemeinsam mit unserem beliebten Gurkensalat mit Japanischem Ingwer- Sesam Dressing serviert. 


Udo und ich lieben die ursprüngliche Chinesische  ( nicht die eingedeutschte )
und auch die  Japanische Küche mit Ihren auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig erscheinenden Geschmacksvariationen und Zutaten sehr.
Ich kann aus voller Überzeugung jedem kulinarisch interessiertem und neuen Erfahrungen gegenüber aufgeschlossenem Hobbykoch empfehlen sich einmal darauf einzulassen- einige Recherchen und etwas Lesearbeit wird sicher nötig sein, aber es lohnt sich definitiv.

Kommentare:

  1. Sieht ja wirklich sehr lecker aus und liest sich auch so, ich schrecke bei so etwas nur immer vor den ganzen Spezial-Zutaten (Dashi, Misu usw.) zurück, die ich mir dazu irgendwo im Asia-Laden kaufen muss (oder Online bestellen) und die dann evtl. ewig lang rum liegen und womöglich schlecht werden, weil ich man sie eben nur für dieses eine Gericht benötigt, das man mal ausprobieren wollte. Meine Schränke sind auch jetzt schon gut gefüllt mit einer riesigen Auswahl an Zutaten, die ich mal für ein oder zwei Gerichte brauchte. ;-)
    Vielleicht sollte ich mal "ausmisten" und Platz schaffen - oder einen weiteren Küchenschrank anschaffen... *gg*

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  2. Hallo JABB! Für diese Frage hast Du Dir das perfekte Gericht ausgesucht um Deine Bedenken restlos zu zerstreuen: Diese Zusammenstellung besteht aus Vorräten die sich ( bis auf das frischen Gemüse natürlich das beliebig variiert werden kann ) nahezu ewig halten. Dashi, Brühe, Wakame Algen, Mu Err Pilze- alles getrocknet. Die Miso Paste kann man gut und gerne auch ohne Kühlung im Vorratsschrank aufbewahren. Udos Miso ist schon seit 2 Jahren in Verwendung und wird höchstens intensiver und dunkler durch den Flüssigkeitsverlust aber niemals schlecht. Meine Miso Paste ist natürlich immer schnell verbraucht, aber auch ich kühle sie nicht. Die Einlagen für die Suppe sind alle Tiefgekühlt. Also keine Scheu vor Experimenten , immer ran an die Sache ! :-)

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