Donnerstag, 20. Februar 2020

Hallo Freunde!



Willkommen zu meinem neuen Food- und Koch Blog- da dies mein erster blogging Versuch ist bitte ich Euch mir sicherlich massenweise unterlaufende Anfängerfehler zu verzeihen :-)

Ich bin Sonja. Zu meiner Familie gehören außerdem noch mein Mann,  und natürlich meine Eltern und Schwieger Eltern sowie unsere 2 Hunde Lucy und Jackie. Wir kochen gerne und mit viel Leidenschaft, manchmal chaotisch aber immer recht erfolgreich. Kochen ist nicht nur unser Hobby bei dem wir uns entspannen und Ablenkung vom stressigen Arbeitsalltag finden, sondern auch eine Inspiration ständig Neues zu entdecken und auszuprobieren. Ich möchte Euch hier gerne an unseren kulinarischen Erfahrungen, Experimenten und Reisen teilhaben lassen, zur Unterhaltung und vielleicht auch zum Erfahrungsaustausch.

Viel Spaß auf meiner Seite!



Mittwoch, 19. Februar 2020

Woher der Name?

Der Name ist unsere Philosophie-
Wir legen nicht nur ab und zu, im Urlaub oder zu Festlichkeiten
Wert auf unsere Ernährung sondern haben auch trotz unseres arbeitsreichen
und oft hektischen Alltages den Anspruch gut zu kochen und zu essen ,
Freude an qualitativ hochwertigen Produkten und deren Zubereitung.
So ist ein gutes Mahl jeden Tag ein kleines Highlight.
Außerdem ist unsere Meinung: Das Leben ist viel zu kurz um sich aus Geiz, Zeitmangel oder Faulheit mit schlechtem und ungesunden Essen zufrieden zu geben.Wir essen nichts das uns nicht schmeckt, egal wie teuer, billig, exclusiv oder angesagt es ist.

Montag, 11. Dezember 2017

Lachs- Wirsing Päckchen aus dem Bambusdäpfer auf Quinoa-Risotto



Gedämpfter Lachs im Wirsingpäckchen an Quinoa Risotto

Ein wundervoll frisches und Leichtes Menue, das relativ einfach und unkompliziert zu machen ist.
Es wird nichts großartig gewürzt , abgebunden oder reduziert..
Dieses Essen lebt in seiner ganzen Simplizität alleine von der Qualität seiner Zutaten. Man sollte also unbedingt einen wirklich guten, frischen Fisch verwenden.



Zutaten:
500g frisches Fischfilet ( Lachs, Kabeljau, Zander oder Ähnliches)
1 Wirsing
Knoblauch und Ingwer, gehackt, jeweils etwa 1 EL
1 Zitrone
etwas Butter 

Für die Sauce:
2 Eier
100g Butter
Einige Esslöffel Gemüsebrühe
Ein wenig Weißwein
Etwas Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Muskat

Für das Quinoa- Risotto
1 Zwiebel
1 Tomate
Olivenöl
500ml Gemüsebrühe
300g Quinoa
Pfeffer, Curry, Chayenne Pfeffer


Als erstes teile ich die Äußeren Blätten vom Wirsing ab und Blanchiere sie in Salzwasser. Ich brauche 6 bis 8 große Blätter.
Ich halbiere den Lachs, so dass zwei gleichgroße Stücke entstehen und entferne die Haut.
Dann wird der Fisch gewürzt und auf die Wirsingblätter gelegt, obenauf gebe ich Ingwer und Knoblauch, eine Zitronenscheibe und ein Stückchen Butter. Ich hätte mir frischen Dill gewünscht, aber Kochen ist eben nicht immer ein Wunschkonzert.


Ich schlage die Wirsingblätter über dem Fisch zu einem Päckchen zusammen und fixiere alles mit einem Zahnstocher. Die Wirsingpäckchen lege ich in unseren Bambusdämpfer, hier dürfen sie nun noch etwas auf Ihre Finalisierung warten, denn zuerst müssen die Beilagen zubereitet werden.



Für das Quinoa Risotto dünste ich die gewürfelte Zwiebel und Tomate in Olivenöl an, lösche mit der Gemüsebrühe ab und bringe alles zum Kochen. Nun streue ich das Quinoa ein und köche das Geze unter Rühren etwa 15 Minuten. Ich schmecke es mit Salz Pfeffer, Chayenne Pfeffer und ein wenig Curry ab und rühre für die Sämigkeit noch etwas Olivenöl unter. Bei abgeschalteter Hitze darf das Risotto noch so lange garziehen bis es serviert wird.
Für die Sauce erhitze ich Wein, Butter, Senf, Muskat  und Gemüsebrühe , schalte die Herdplatte ab und schlage die zwei Eigelbe unter bis die Sauce cremig wird. Natürlich darf die Sauce nicht kochen da sonst das Eigelb stockt.


Nun ist der Lachs dran: Ich gebe die Lachshaut und 2 E Salz mit etwa einem Liter Wasser in eine flache Sauteuse und bringe diesen Fischfond zum Kochen. Die Lachspäckchen im Asiatischen Bambusdämpfer bekommen Ihren Platz obendrauf, und dürfen über der kochenden Brühe etwa 5 bis 8 Minuten ziehen. Wir mögen den Lachs glasig, deshalb waren es bei uns nur etwa 6 Minuten. Diese Garzeit sollte jeder individuell nach Geschmack festlegen.
Die abgesiebte Brühe kann man am nächsten Tag in eine wundervolle Lachscremesuppe verwandeln!

  
Gut war´s!
Ich persönlich könnte mir auch einfache Salzkartoffeln zu diesem Gericht vorstellen, ehrlich gesagt wären mir die sogar lieber gewesen. Auch wenn das Risotto wirklich lecker war, Ich finde zu Hollandaise passen Kartoffeln einfach perfekt. Da bin ich sehr traditionell und hausbacken…

Viel Spaß beim Nachkochen,
über Kommentare und Anregungen freue ich mich ( wie immer ) sehr!

Donnerstag, 30. November 2017

Die ultimativen Ofen- Koteletts




Koteletts aus dem Backofen?
Ja! Nur noch so, nie wieder anders!

Heute möchte ich Euch meine für mich persönlich beste und nahezu perfekte Methode zeigen, wunderbar knusprige und saftige, zarte gebackene Koteletts im Ofen zuzubereiten.
Ich habe ein bisschen an dieser Zubereitung herumgefeilt bis ich zufrieden war, jetzt aber hab ich es, 
denke ich , wirklich raus.


Ich bevorzuge übrigens Nackenkoteletts, weil sie durch und durch gut marmoriert  sind und nicht einen fetten Rand haben und in der Mitte dann gerne trocken werden.
Diese Methode funktioniert demnach auch mit Nackenstücken am Besten, also empfehle ich solche zu verwenden. Desweiteren schneide ich die aus einem großen Bratenstück, und zwar sehr dick. Etwa 4 cm dürfen es für eine ordentliche Männerportion schon sein, so ein Ding hat dann gut 250 bis 300 Gramm.

Damit diese Monster ordentlichen Geschmack bekommen verfahre ich wie folgt:

Ich brauche für 5 Personen mit großem Appetit:
5 Nackenkoteletts von etwa 4 cm Dicke, bzw. ein Bratenstück von etwa 1,5 Kg
2 Eier
1 Schuss Pflanzenöl, 1 Schuss Milch, 1 EL Mehl
Salz, Pfeffer, Knoblauch ( getrocknet ), etwas Muskatnuss, ein wenig Chayenne Pfeffer

3 bis 4 Tassen Semmelbrösel, etwas Paprika, etwas Salz und Zucker, Pfeffer und ein klein wenig Kurkuma

Die Eier werden mit den übrigen Zutaten gut gemixt, und darin dürfen die Koteletts dann ein bis 3 Tage gut gekühlt ziehen.
Dann wende ich sie in den gewürzten Semmelbröseln.


Sie landen auf einem mit einer Schicht von etwa 1 cm Pflanzenöl bedecktem Backblech,
und über die Fleischstücke gebe ich nochmals mit einem Löffel Öl bis sie komplett bedeckt sind. Für einen feinen Geschmack kommt auch noch eine Flocke Butter auf jedes Teil.
Das mag nun sehr fettig erscheinen, aber: Anderswo wirft an sie in die Fritteuse.
Erstens habe ich keine und zweitens kann ich nur im Ofen alle gemeinsam garen.
Diesen heize ich auf etwa 220 Grad vor.

Dann hinein mit den Goldstücken, bis sie oben schön knusprig und hellbraun werden. Das geschieht meist nach etwa 15 bis 20 Minuten. Nun werden sie vorsichtig gewendet, und auf der anderen Seite nochmals 10 Minuten gebacken. 


Sie sollten dann durch sein, ich unterschreite diese Garzeit ganz gerne weil wir auch Schweinefleisch lieber ein wenig rosa als zu trocken mögen.


Insgesamt sind die Koteletts also etwa 30 bis 35 Minuten im Ofen, aber das hängt etwas vom jeweiligen Ofen und von der Dicke des Fleisches ab.
So, das war die ganze Kunst!
Kein Gespritze , keine tausend Pfannen, kein Gestank in der Wohnung und keine Hektik.
Es brennt nichts an und alle Koteletts sind gleichzeitig fertig.
Und der Herd bleibt sooo schön sauber…
Ist das nicht genial?


Dazu mag ich am liebsten: Fränkischen Kartoffelsalat, viel viel Blattsalat und ein paar Preiselbeeren.
Guten Appetit bei diesem zünftigen Menue!




Freitag, 24. November 2017

Thailändisch inspirierte Glasnudelsuppe mit Garnelen


Hier kommt mal wieder ein leichtes Süppchen,
gerade bei dem momentanen Regenwetter eine wahre Gaumenfreude!
Wärmend und  wachmachend durch Chili und Ingwer, stärkt sie außerdem noch mit Hühnerbrühe und frischen Kräutern die Immunabwehr.

Desweiteren ist diese Suppe kalorienarm und nicht belastend, also macht man auf keinen Fall einen Fehler dieses Rezept auszuprobieren.
Ich könnte das am Liebsten jeden Tag essen!



Zutaten:
1- 2  EL Pflanzenöl
Jeweils 1 TL Knoblauch und Ingwer, fein gehackt
1 Liter Hühnerbrühe
4 EL Thailändische Fischsauce (Nam Plah ) ,ersatzweise 2 Sardellen
Zum Abschmecken : helle Sojasauce
1 TL Zucker
Etwas Gemüse nach Wahl, z.B. Frühlingszwiebeln, Champignons, Mini- Maiskölbchen, Chinakohl, Bambussprossen, Sojasprossen
Etwa 8 schöne King Prawns
1 Bund Glasnudeln ( 80g )
Hot Chili Oil, oder rote Thai Currypaste,
Frische asiatische Kräuter wie Thai Basilikum, Japanische Minze, Koriander
1 Chili in feinen Ringen , nach Wunsch
Ein wenig Zitronensaft und Sesamöl ( geröstet )

Zubereitung:
Knoblauch und Ingwer im Öl leicht anbraten.
Mit der Hühnerbrühe aufgießen, mit Fischsauce oder zerdrückten Sardellen und dem Zucker aromatisieren. Je nach Salzgehalt mit weiterer Fischsauce oder heller Sojasauce abschmecken.
Die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen.
Das fein geschnittene Gemüse in die Suppe geben und einige Minuten knapp bissfest garen.
Die Garnelen zufügen und Hitze abschalten, so dass sie nur sanft ziehen und nicht hart werden,
dann die Glasnudeln abgießen und in die Suppe geben.
Mit roter Chili Öl oder roter Currypaste ( in etwas Wasser glattgerührt ) vorsichtig etwas schärfen, und in Schälchen verteilen.
Mit den Kräutern und Chiliringen garnieren und nach Geschmack etwas Zitronensaft und Sesamöl darüberträufeln.


Guten Appetit!

Dienstag, 24. Oktober 2017

Halloween Pasta Marke Eigenbau




Oh jeh ich hab es getan! Kein Blog derzeit ohne Halloween Gerichte, also gut.. warum nicht auch dieser. Anlässlich eines Wettbewerbes in unserem Kochforum habe ich mich also nun auch zu einem Maskerade – Essen hinreißen lassen, und es hat mir sogar viel Spaß gemacht.

Was gibt es bei uns an Halloween?



Linguine di Mare blu
Blaue Linguine mit Meeresfrüchten in einer Butter- Weißwein Sauce mit Pesto

Für etwa 6 Personen benötige ich:
500g Linguine , 3 bis 4 Stängel Frühlingslauch, in feine Julienne geschnitten,
blaue Lebensmittelfarbe (wenn man das möchte)
 400g Meeresfrüchte wie Miesmuscheln, Vongole, Scampi oder Garnelen,
Tintenfisch, Jacobsmuscheln ( frisch oder aufgetaut )
Etwas Pesto Verde ( am besten selbst gemacht )

Die Sauce besteht aus:
150g Butter
3 Knoblauchzehen, gehackt
1 TL Mehl
1 Glas Weißwein
1 Glas Fischfond
1 EL Zitronensaft
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
eine Tomate fein gewürfelt

Für die Sauce Knoblauch in Butter andünsten, mit Mehl stäuben und unter Rühren mit Wein und Fischfond ablöschen. Sanft köcheln lassen bis die Sauce leicht bindet und mit Salz, Pfeffer, einem Hauch Cayenne,  Zucker und Zitrone abschmecken. Tomatenwürfelchen hineingeben,
die gut abgetropften Meeresfrüchte in der Sauce garziehen lassen, nicht mehr kochen.
Die Nudeln bissfest kochen und die Julienne vom Frühlingslauch kurz blanchieren. Linguine mit einigen Tropfen der Lebensmittelfarbe und 1 EL Olivenöl mischen, Julienne unterheben.


Die blauen Nudeln mit Meeresfrüchten  auf einem Teller anrichten, etwas Pesto darüberträufeln und mit einigen Kräutern garnieren.

Ich muss sagen, trotz der seltsamen Farbe hat es sehr lecker geschmeckt!
Ich habe beim Anrichten allerdings zur besseren Sichtbarkeit den blauen Nudeln sehr wenig Sauce verwendet, wir haben nachdem die Bilder im Kasten waren nochmals tüchtig nachgeschöpft.

Viel Spaß beim Nachkochen und Happy Halloween!
 
 

Samstag, 21. Oktober 2017

De Re Coquinaria , Anno 1545 von Phiippine Welser: gefülltes Kraut


Ein sehr lieber Freund hat mir sein lang gehegtes Kochbuch  
„De Re Coquinaria“   ( ursprünglich geschrieben 1545 ) zu meiner Verwendung überlassen.

Das Buch ist eine handschriftliche und auch so nachgedruckte Fassung von Phillipine Welser , 
einer Augsburger Patriziertochter und Ehefrau von Erzherzog Ferdinand II, Landesherzog von Tirol.
Sie beschäftigte sich leidenschaftlich mit der Pflanzenheilkunde und der Kochkunst . Über beides schrieb sie auch.
Gottseidank ist bei dem Buch auch eine Transkription dabei, sonst hätte ich wohl mehr Probleme bei der Umsetzung gehabt....


Aber es ist ein grandioses Geschenk und ich freue mich wahnsinnig darüber.
Ich bin sicher ich werde noch viel Spaß damit haben. Eine echte Herausforderung…

Jedenfalls habe ich mir nun mal ein halbwegs leicht nachzukochendes und verständliches Rezept ausgesucht auf das Udo und ich auch großen Appetit hatten:
Gefülltes Kraut.


Das Rezept lautet:
(Punkte und Kommata muss man sich dazu denken.)

wilt du ain weiß gefiltz kraut machen
so nim das kraut vnd helteres aus das gar hol wird mach ein fil hack kalbflesch vnd das faist von ainem nieren faisten vnd aller lai gutten kreytter vnd schlag ayr dar ein.
Gewirz die fil ab mit safern pgeger vnd muskat blye vnd fil das kraut dar mit . so las es aif seyden jn aim waser daus her aus vnd daus in a goutten flesch brye vnd setz es wol dar vnd dau a wenig esich darein en gibs waram.

Also gut.
Ich habe das Kraut genommen, ausgehöhlt, 


500g Hackfleisch (allerdings mangels Verfügbarkeit nicht Kalb, und auch keine Innereien wie im Originalrezept )  sondern Schweinehackfleisch mit 2 Eiern, aller lei gutten kreytter, also Majoran, Petersilie, und Dill, und mit Muskat, Salz und Pfeffer und ein wenig Safran  gemischt und die Füllung dann in das Kraut gestopft. Nicht dass ich keine Innereien mögen würde, ich hatte leider  einfach gerade keine zur Verfügung.




Ab damit in eine Backform, ein paar Butterflöckchen darauf und Wasser angießen. (so las es aif seyden jn aim waser)
Während das Gefüllte Kraut im Wasserbad im Ofen garte habe ich dann eine Sauce ( flesch brye ) gemacht, also Zwiebeln und etwas Speck angebraten, mit Wasser und Bier aufgegossen , etwas von Udo aufbewahrten selbst gemachten Fleischfond dazugegeben und mit ein wenig Mehl abgebunden.


OK, das alles stand jetzt nicht sooo im Rezept, aber schmecken soll es ja auch….
Also, dann „vnd daus in a goutten flesch brye vnd setz es wol dar“
Habe ich das gefüllte Kraut dann mit der Sauce und Kartoffelpüree angerichtet.


Ein paar kleine Tröpfchen Essig darüber geben den letzten Schliff!
(vnd dau a wenig esich darein en)
Und: Es war tatsächlich göttlich lecker!
Bewundernswert was diese Frau kochtechnisch drauf hatte, zu dieser Zeit schon.
Ich werde auf jeden Fall noch mehrere Ihrer Rezepte nachkochen denn die sind wirklich empfehlenswert.